sensation (DS)

 

SENSATION with works by Winnie Seifert & Lydia Peter

Exhibition: July 5 – August 18

Grölle pass:projects, Raum 2, Friedrich-Ebert-Straße 143e, 42117 Wuppertal

 

English

Lydia Peter and Winnie Seifert work intuitively, out of a feeling for their respective artistic medium – a feeling for colour, form, space, textures. Feelings stand for ups and downs of life. They are something special. Especially in a rational society it remains a challenge not to leave feelings to the mere longing. It is part of the dialectic of enlightenment that on the edge of the planned, the effective and the cognitive, nonsense, weird oddities and the irrational in general thrive all the more.
In English-speaking philosophy, it is above all Martha Nußbaum who strives to thematize and enhance feelings in order to counteract the devaluation of women who are supposedly dominated by feelings. When thinking about feelings, their diversity first becomes visible, which is underlined in German by words such as „emotions“, „sensations“, „passions“. In English we are dealing with „emotion“, „feeling“, „passion“ or „sensation“. „Sensation“ can be translated as „sensation“ or „sensation“.
Music is regarded as an art of feeling and every reading of a novel also serves feelings. Lydia Peter and Winnie Seifert belong to those new representatives of an art concept in the fine arts who place sensual perception, emotions and passions in an equal relationship to the conceptual and scientific in art.

Deutsch

Lydia Peter und Winnie Seifert arbeiten intuitiv, aus einem Gefühl für ihr jeweiliges künstlerisches Medium heraus – einem Gefühl für Farbe, Form, Raum, Texturen. Gefühle stehen für Höhen und Tiefen des Lebens. Sie sind etwas Besonderes. Gerade in der rationalen Gesellschaft bleibt es eine Herausforderung, Gefühle nicht nur dem bloß Sehnsuchtsvollen zu überlassen. Es gehört zur Dialektik der Aufklärung, dass am Rande des Geplanten, des Effektiven und des Kognitiven umso stärker der Unsinn, die schrägen Merkwürdigkeiten und überhaupt das Irrationale gedeihen.
In der englischsprachigen Philosophie ist es vor allem Martha Nußbaum, die sich um eine Thematisierung und Aufwertung der Gefühle bemüht, um einer Abwertung von angeblich gefühlsdominierten Frauen entgegenzuarbeiten. Beim Nachdenken über Gefühle wird zunächst ihre Vielfalt sichtbar, die im Deutschen durch Wörter wie “Emotionen”, “Empfindungen, “Leidenschaften” unterstrichen wird. Im Englischen haben wir es mit “emotion”, “feeling”, “passion” oder eben “sensation” zu tun. “Sensation” ist übersetzbar mit “Sinneseindruck”, “Empfindung” oder “Aufsehen”.
Die Musik gilt als Kunst des Gefühls und auch jedes Lesen eines Romans bedient Gefühle. Lydia Peter und Winnie Seifert gehören zu jenen neuen Vertreterinnen eines Kunstbegriffes in der Bildenden Kunst, der die sinnliche Wahrnehmung, die Emotionen und die Leidenschaften in ein gleichwertiges Verhältnis zum Konzeptuellen und Wissenschaftlichen in der Kunst setzt.